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Support-Ende für Windows Server 2022 und Windows 11 24H2: Handlungsbedarf für die IT

Microsoft weist nach Angaben von heise online auf den Termin hin.

Support-Ende für Windows Server 2022 und Windows 11 24H2: Handlungsbedarf für die IT

In 60 Tagen endet der Mainstream-Support für Windows Server 2022, Windows 11 24H2 und Windows 10 LTSB 2016. Microsoft weist nach Angaben von heise online auf den Termin hin. Für IT-Verantwortliche im Server- und Infrastrukturbereich ist dies der konkrete Auslöser für die Migrationsplanung. Wer jetzt nicht inventarisiert, riskiert Lücken in der Patch-Kette und ungeplante Ausfallzeiten beim nächsten Sicherheits-Update-Zyklus.

Was der Phasenwechsel technisch bedeutet

Mainstream-Support umfasst Funktions-, Sicherheits- und nicht-sicherheitsrelevante Updates. Mit Ablauf entfallen Designänderungen, neue Features und kumulative Nicht-Sicherheits-Patches. Die Update-Logik reduziert sich auf reine Sicherheits-Patches. Fehlerbehebungen außerhalb der Sicherheitsklassifikation werden eingestellt. Die Hersteller-Garantie für Stabilität und Performance entfällt. Applikationen, die auf aktuelle APIs angewiesen sind, bleiben lauffähig, erhalten aber keine formelle Kompatibilitätsfreigabe mehr. Treiber- und Firmware-Pakete werden nur noch in sicherheitsrelevanten Ausnahmen veröffentlicht.

Inventur als erster Schritt

Erfassen Sie den Bestand an betroffenen Systemen vollständig. Physische Server in 19-Zoll-Racks, virtuelle Maschinen unter Hyper-V, VMware oder Proxmox, sowie Client-Endgeräte mit Windows 11 24H2 und Windows 10 LTSB 2016. Dokumentieren Sie je System: CPU-Generation und Stepping, RAM-Ausbau, Speicherlayout, TPM-Version, UEFI- oder Legacy-Boot-Modus und Netzwerkanbindung. Erfassen Sie produktive Workloads, Datenbank-Versionen, Middleware-Komponenten und Abhängigkeiten zu Drittanbieter-Software. Nur eine vollständige Datenbasis erlaubt eine realistische Migrationsschätzung.

Migrationspfad und Zeitplan

Definieren Sie Zielversionen: Windows Server 2025 für Server-Workloads, Windows 11 25H2 für Clients. Prüfen Sie Hardware-Voraussetzungen wie TPM 2.0, Secure Boot und unterstützte CPU-Listen. Testen Sie die Applikations-Kompatibilität in einer isolierten Testumgebung mit produktionsnahen Lastprofilen. Berücksichtigen Sie Wartungsfenster außerhalb der Geschäftszeiten. Dokumentieren Sie DNS-, DHCP- und Active-Directory-Abhängigkeiten vor dem Versionswechsel.

PhaseZeitraumLiefergegenstand
BestandsaufnahmeWoche 1-2Vollständige Systemliste mit Hardware- und Software-Profil
Hardware-AuditWoche 3-4Prüfung TPM-Status, CPU-Kompatibilität, RAM-Mindestanforderungen
KompatibilitätstestWoche 5-8Pilotbetrieb mit Datenbank, Middleware und Branchensoftware
Pilot-RolloutWoche 9-10Ausgewählte Produktivsysteme auf Zielversion
VollmigrationWoche 11-12Restbestand inkl. Test der Failover-Szenarien