Memento Park Tickets: Anleitung für den Online-Kauf
42 Denkmäler aus der kommunistischen Ära Ungarns stehen seit 1993 auf einer Freifläche am südwestlichen Stadtrand von Budapest. Dazu gehören Statuen, Betonrelikte und monumentale Bauteile aus einer politischen Epoche, die 1989 zu Ende ging.

Wer den Memento Park besuchen will, steht deshalb vor einer überschaubaren, aber erklärungsbedürftigen Beschaffungsfrage: Über welchen Kanal kauft man das Ticket, welche Preisstufe greift, und welche Leistungen sind im Eintritt tatsächlich enthalten?
Tickets und Preise
Memento Park
I
Sparen
Offizielle Kasse und Online-Kauf
- Erwachsene 3000 HUF
- Kind 1200 HUF
- Ermäßigt 1800 HUF
3000 HUF
Offizielle WebsiteII
Führung
Offizielle Führung · 2 Stunden
Diese zweistündige Führung zeigt Ihnen politische Propagandastatuen und vermittelt Einblicke in das tägliche Leben unter der kommunistischen Diktatur.
8745.75 HUF
Online buchenIII
Eintrittskarte
Eintrittskarte — Denkmäler der sozialistischen Ära
Mit diesem Ticket erkunden Sie Denkmäler der sozialistischen Ära, darunter allegorische Befreiungsmonumente sowie Statuen der Arbeiterbewegung und der Roten Armee.
3644.06 HUF
Online buchenDer Park ist kein Ort, an dem ein beliebiges Ticket automatisch jede gewünschte Leistung abdeckt. Der reguläre Eintritt, ein Audioguide, eine Führung, ein Transfer und eine Budapest Card gehören in unterschiedliche Rechnungsspalten. Diese Anleitung zerlegt die Buchung in ihre Einzelteile – wie eine Stückliste im Einkauf –, damit am Ende klar ist, welche Position bezahlt wurde und welcher Teil des Besuchs noch separat organisiert werden muss.
Preise und Ermäßigungen: Die vier Preisstufen im Überblick
Der Memento Park arbeitet mit vier klar getrennten Preisstufen. Für Familien und kleinere Gruppen ist das zunächst angenehm übersichtlich: Erwachsene zahlen den Standardpreis, Studenten mit gültigem Nachweis erhalten eine ermäßigte Karte, Kinder von 6 bis 13 Jahren fallen in eine weitere Preisstufe, und Kinder unter 6 Jahren haben freien Eintritt.
Die genaue Summe ist vor dem Kauf auf der jeweils gewählten Verkaufsseite zu prüfen. Entscheidend ist zunächst nicht der Betrag, sondern die richtige Kategorie. Wer eine Ermäßigung auswählt, sollte den dafür notwendigen Nachweis beim Besuch tatsächlich dabeihaben. Eine falsch gewählte Preisstufe lässt sich zwar unter Umständen an der Kasse klären, sie macht den Vorgang aber unnötig kompliziert.
| Besuchergruppe | Preisstufe | Was beim Einlass zählt |
|---|---|---|
| Erwachsene | Standardticket | Reguläre Eintrittskarte |
| Studenten | Ermäßigtes Ticket | Gültiger international anerkannter Studierendenausweis, etwa ISIC, oder ein vergleichbarer Nachweis |
| Kinder von 6 bis 13 Jahren | Kindertarif | Alter des Kindes und gegebenenfalls ein geeigneter Nachweis |
| Kinder unter 6 Jahren | Freier Eintritt | Das Kind muss bei der Gruppenzählung trotzdem berücksichtigt werden |
Wer seinen Status nicht nachweisen kann, sollte mit der höheren Preisstufe rechnen. Das ist keine Schikane, sondern eine normale Bedingung für ermäßigte Eintrittskarten.
Drei Punkte werden bei der Planung regelmäßig unterschätzt:
- Der Studententarif ist an einen Nachweis gebunden. Ein abgelaufener Ausweis, ein Hochschul-Account auf dem Smartphone oder eine einfache Immatrikulationsbescheinigung muss nicht als Ersatz akzeptiert werden. Wer auf den reduzierten Preis angewiesen ist, nimmt deshalb das Original oder den ausdrücklich anerkannten internationalen Studierendenausweis mit.
- Altersgrenzen werden pro Person betrachtet. Bei Familien mit Kindern unterschiedlichen Alters müssen die Tickets einzeln zugeordnet werden. Ein Kind unter 6 Jahren erhält zwar freien Eintritt, verschwindet aber nicht aus der Gesamtzahl der Besucher.
- Ein allgemeiner Mengenrabatt ist nicht automatisch vorgesehen. Größere Gruppen kaufen grundsätzlich die jeweils passende reguläre oder ermäßigte Kategorie. Für Schulklassen, Reisegruppen und organisierte Besuche lohnt es sich daher, die Abwicklung vorab mit dem Anbieter oder dem gewählten Buchungskanal zu klären, statt an der Kasse eine Sonderregelung vorauszusetzen.
Die vier Preisstufen sind vor allem dann hilfreich, wenn die Gruppe vor dem Kauf sauber erfasst wird. Bei einer Familie genügt meist eine kurze Zuordnung nach Alter. Bei einer gemischten Reisegruppe kommen zusätzlich die Nachweise für Studenten hinzu. Der kritische Punkt liegt nicht in der Rechnung selbst, sondern darin, dass eine Ermäßigung nicht nur angeklickt, sondern beim Einlass auch plausibel gemacht werden kann.
Online-Ticketing und digitale Zahlungsoptionen
Der Memento Park ist nicht mit einem klassischen Onlineshop zu vergleichen, in dem jedes Produkt, jede Zusatzleistung und jede Zahlungsbedingung auf einer einzigen übersichtlichen Seite zusammenlaufen. Besucher begegnen je nach gewünschtem Leistungsumfang unterschiedlichen Verkaufswegen: der Vor-Ort-Kasse, einer mobilen Zahlungsoption und Drittanbieter-Plattformen mit gebündelten Angeboten.
Für die Auswahl ist deshalb eine einfache Unterscheidung sinnvoll: Geht es nur um den Eintritt oder soll die Buchung zusätzlich Transfer, Audioguide oder Führung abdecken?
| Kanal | Zahlungsweg | Typischer Leistungsumfang | Wofür der Kanal geeignet ist |
|---|---|---|---|
| Vor-Ort-Kasse | Barzahlung oder Karte, je nach aktueller Möglichkeit | Reguläres Eintrittsticket | Für Besucher, die flexibel bleiben und keine Zusatzleistung benötigen |
| Mobile Zahlungsoption der National Mobile-Payment Co. | Digitale Zahlung über die jeweilige Anwendung | Reguläres Eintrittsticket | Für Besucher, die den digitalen Kaufweg nutzen möchten |
| Drittanbieter-Plattformen | Online-Vorauszahlung | Eintritt in Kombination mit Transfer, Audioguide oder Führung | Für Reisende, die mehrere Leistungen in einer Buchung bündeln möchten |
Wer ausschließlich den Park besichtigen möchte, braucht kein Kombipaket, nur um einen digitalen Beleg auf dem Smartphone zu haben. Der Kauf an der Kasse ist in diesem Fall der direkteste Weg. Die mobile Zahlungsoption kann eine Alternative sein, wenn sie für den eigenen Kaufvorgang verfügbar ist und die gewünschte Preisstufe abbildet. Vor dem Abschluss sollten Besucher prüfen, ob sie ein reines Eintrittsticket oder bereits ein Paket mit weiteren Leistungen ausgewählt haben.
Bei Drittanbieter-Plattformen ist die Produktbeschreibung besonders wichtig. Ein Angebot kann den Eintritt mit einem Transfer aus dem Stadtzentrum, einem Audioguide oder einer Führung verbinden. Der Gesamtpreis ist dann nicht mit dem Preis des reinen Parkeintritts gleichzusetzen. Der Aufschlag bezahlt nicht zwingend eine bessere Eintrittskarte, sondern die zusätzliche Organisation, den gebündelten Ablauf und gegebenenfalls die Vermittlung einer weiteren Leistung.
Die wichtigsten Angaben stehen normalerweise nicht im großen Preisfeld, sondern in den Details:
- Ist der Eintritt in den Statuenpark tatsächlich enthalten?
- Gilt das Ticket für die gesamte Anlage oder nur für einen bestimmten Bereich?
- Ist ein Audioguide Bestandteil des Angebots oder lediglich als Zusatzoption aufgeführt?
- Beginnt ein Transfer an einem festgelegten Treffpunkt?
- Gibt es ein Zeitfenster, eine feste Abfahrt oder eine konkrete Startzeit?
- Wird ein ermäßigtes Ticket angeboten oder gilt das Produkt nur für Erwachsene?
- Welche Stornierungs- und Umbuchungsbedingungen gelten?
Diese Fragen sind keine Formalitäten. Ein günstiges Angebot kann seinen Vorteil verlieren, wenn der Transfer an einem unpraktischen Treffpunkt beginnt oder der Audioguide nur in einer bestimmten Sprache verfügbar ist. Umgekehrt kann ein höherer Paketpreis sinnvoll sein, wenn dadurch die Anreise aus dem Stadtzentrum bereits gelöst ist und vor Ort keine zusätzliche Organisation anfällt.
Drittanbieter verkaufen Komfort und Bündelung, nicht automatisch den billigsten Eintritt. Der Aufschlag ist die Gebühr für die organisierte Leistung – nicht der Preis der Eintrittskarte selbst.
Die mobile Zahlungsoption sollte nüchtern betrachtet werden. Sie ist ein zusätzlicher Kaufkanal, aber kein eigener Besuchsvorteil. Sie ersetzt weder die Prüfung der Preisstufe noch die Kontrolle des Leistungsumfangs. Wer digital kauft, sollte den Beleg, den QR-Code oder die Buchungsbestätigung so speichern, dass sie beim Einlass ohne langes Suchen auf dem Telefon vorgezeigt werden können.
Besuchsplanung: Saisonale Öffnungszeiten und Anreise
Die Öffnungszeiten sind saisonal gestaffelt. Vom 1. Mai bis 31. Oktober ist der Park täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr geöffnet. In der Wintersaison vom 1. November bis 30. April endet der reguläre Besuch bereits um 16:00 Uhr. Für die Tagesplanung ist dieser Unterschied erheblich: Im Sommer steht ein längeres Zeitfenster zur Verfügung, während im Winter die Anreise und der Rundgang enger aufeinander abgestimmt werden müssen.
Die veröffentlichte Öffnungszeit ist dabei kein persönlicher Besuchsplan. Wer den Park in Ruhe sehen, die Ausstellungsbaracke besuchen und die Außenbereiche nicht nur im Durchgehen erfassen möchte, sollte die Anreise nicht auf die letzte verfügbare Stunde legen. Das gilt besonders bei einem Besuch außerhalb der Hauptsaison, wenn die kürzere Öffnungszeit weniger Spielraum für Verzögerungen lässt.
Die Anreise erfolgt typischerweise mit dem Auto, per Taxi oder mit einem organisierten Transfer. Der Memento Park liegt außerhalb des inneren Stadtzentrums; die Fahrt ist deshalb ein eigener Planungspunkt und nicht bloß der letzte Abschnitt eines Museumsnachmittags. Wer ein Drittanbieter-Kombiticket kauft, prüft den Abfahrtsort und die Rückfahrt. Wer selbst anreist, legt die Route vorher fest und rechnet einen ausreichenden Puffer ein.
Ein praktischer Vorteil für Autofahrer: Der Parkplatz am Memento Park kann während der Öffnungszeiten kostenfrei genutzt werden. Für Besucher mit Mietwagen oder Privat-PKW gehört dieser Punkt in die Gesamtrechnung, denn bei Außenattraktionen in und um Budapest sind Parkkosten nicht selbstverständlich. Der kostenlose Parkplatz macht den Individualverkehr nicht automatisch zur besten Lösung, kann die Kalkulation aber gegenüber einer Anreise mit mehreren kostenpflichtigen Teilstrecken vereinfachen.
Für die Planung sind vor allem diese Punkte relevant:
- Öffnungszeit der Saison zuordnen: Zwischen Mai und Oktober bleibt der Park bis 18:00 Uhr geöffnet, zwischen November und April bis 16:00 Uhr.
- Anfahrt nicht vom Eintritt trennen: Ein günstiges Eintrittsticket löst nicht die Frage, wie der Park erreicht und wieder verlassen wird.
- Transferbedingungen lesen: Bei einem Kombiticket sind Treffpunkt, Abfahrtszeit und Rückfahrt Teil der Leistung und sollten vor der Zahlung verständlich sein.
- Wetter berücksichtigen: Der wesentliche Teil des Memento Parks liegt im Freien. Bei Regen, Wind oder starkem Sonnenschein verändert sich der Besuch stärker als bei einem klassischen Innenmuseum.
- Zeit für alle Bereiche lassen: Wer nur die prominentesten Statuen fotografiert, braucht weniger Zeit als Besucher, die Dokumentation und Ausstellung ausführlich lesen möchten.
Konkrete Besuchszeiten lassen sich nicht pauschal für jede Reisegruppe festlegen. Familien mit kleinen Kindern planen anders als Besucher, die sich vor allem für politische Symbolik und Denkmalgeschichte interessieren. Auch ein Audioguide oder eine Führung verlängert den Rundgang gegenüber einem kurzen Besuch ohne zusätzliche Vermittlung. Die richtige Zeitplanung beginnt daher nicht bei der Frage, wann der Park leer ist, sondern bei der Frage, welche Teile der Anlage tatsächlich gesehen werden sollen.
Was das Ticket beinhaltet: Statuenpark und Ausstellungen
Das reguläre Einzelticket deckt den Zugang zur Anlage ab. Dazu gehören der Statuenpark im Freien, die überdachte Ausstellungsbaracke und das Areal mit der rekonstruierten Tribüne Stalins. Wer ein Standardticket für den Memento Park kauft, sollte also nicht davon ausgehen, dass nur eine einzelne Statue oder ein kurzer Außenrundgang zugänglich ist.
Der Statuenpark versammelt 42 Denkmäler und Relikte aus der Zeit von 1945 bis 1989. Zu sehen sind zentrale Figuren der kommunistischen Ikonografie, Partei- und Arbeiterdenkmäler sowie Elemente einer monumentalen politischen Bildsprache. Ihre heutige Zusammenstellung verändert den ursprünglichen Kontext: Die Objekte stehen nicht mehr an den Plätzen, für die sie geschaffen wurden, sondern in einem eigens eingerichteten Park, der ihre Geschichte und ihren Bedeutungswandel sichtbar macht.
Gerade diese Verschiebung ist für den Besuch entscheidend. Der Memento Park ist keine bloße Sammlung großer Skulpturen. Die räumliche Zusammenstellung zeigt, wie politische Systeme ihre Symbole im öffentlichen Raum platzieren und wie diese Symbole nach einem politischen Umbruch weiterexistieren können. Wer nur einzelne Motive betrachtet, erkennt die Formen und Materialien. Wer die Anordnung und die begleitenden Informationen einbezieht, bekommt zusätzlich eine Vorstellung davon, wie Denkmäler als politische Infrastruktur funktioniert haben.
Die Ausstellungsbaracke ergänzt den Außenbereich um Foto- und Dokumentationsmaterial. Sie beschäftigt sich mit der Entstehung der Statuen, ihrer Entfernung aus dem Budapester Stadtbild nach 1989 und ihrer neuen Einordnung im Memento Park. Der Innenbereich ist deshalb nicht bloß eine wettergeschützte Pause zwischen zwei Außenstationen. Er liefert den Kontext, der vielen Skulpturen im Freien erst ihre historische Lesbarkeit gibt.
Stalins Tribüne ist als rekonstruiertes Podest eine eigenständige Attraktion am Rand des Geländes. Sie ist kein klassisches Denkmal mit einer einzelnen Figur, sondern verweist auf die räumliche und zeremonielle Dimension politischer Inszenierung. Von einer solchen Tribüne aus wurden öffentliche Aufmärsche und Veranstaltungen beobachtet; im Park macht die Rekonstruktion die Größenordnung dieser Architektur verständlich. Wer den Bereich auslässt, sieht daher nicht nur ein weiteres Bauteil nicht, sondern verpasst einen Hinweis darauf, wie politische Macht im Stadtraum sichtbar gemacht wurde.
Was im Standardticket nicht automatisch enthalten ist, sollte getrennt kalkuliert werden:
- Geführte Touren: Eine Führung kann über den reinen Eintritt hinausgehen und zusätzliche Erläuterungen zu den einzelnen Objekten liefern. Ob sie verfügbar ist und wie sie gebucht wird, hängt vom jeweiligen Angebot ab.
- Audioguide: Ein Audioguide ist nicht mit dem Zugang zur Anlage gleichzusetzen. Bei Kombitickets kann er enthalten sein, beim Standardticket muss er gegebenenfalls separat erworben werden.
- Transfer aus dem Stadtzentrum: Die Fahrt zum Park gehört nicht zum regulären Eintritt. Sie wird entweder selbst organisiert oder als Bestandteil eines Drittanbieter-Pakets gebucht.
- Weitere Zusatzangebote: Leistungen, die auf einer Buchungsseite ausdrücklich als Option oder Zusatz ausgewiesen sind, sollten nicht stillschweigend als Bestandteil des Basistickets verstanden werden.
Das Standardticket öffnet die Anlage. Jede zusätzliche Vermittlungs- oder Transportleistung ist eine eigene Position und sollte auch so bewertet werden.
Wer den Besuch als visuelles Erlebnis mit eigenem Vorwissen plant, kommt häufig mit dem Standardticket aus. Wer die Geschichte der einzelnen Stücke und die politische Funktion des Ensembles genauer verstehen möchte, sollte die Kosten und den praktischen Nutzen eines Audioguides oder einer Führung bewusst abwägen. Die Zusatzleistung ist dann kein Pflichtaufschlag, sondern eine Entscheidung für mehr Einordnung.
Vorteile der Budapest Card für den Parkbesuch
Inhaber der Budapest Card erhalten freien Eintritt in den Memento Park. Damit ist der Park ein Bestandteil des Leistungspakets der Stadtkarte. Die eigentliche Rechenfrage lautet jedoch nicht, ob der Memento Park enthalten ist, sondern ob die Karte insgesamt zum Reiseplan passt.
Wer die Budapest Card ausschließlich wegen des Memento Parks kauft, schöpft ihr Potenzial nicht aus. Der einzelne Parkbesuch ist nur eine Position in einem größeren Bündel aus Museen, öffentlichen Verkehrsmitteln und weiteren Angeboten. Die Karte kann sich deshalb vor allem für Reisende lohnen, die mehrere enthaltene Leistungen innerhalb ihres Gültigkeitszeitraums tatsächlich nutzen.
Die Rechnung sollte vor dem Kauf konkret aufgestellt werden:
1. Welche Museen und Attraktionen stehen ohnehin auf dem Reiseplan?
2. Wird der öffentliche Verkehr regelmäßig genutzt oder liegen die meisten Ziele zu Fuß erreichbar?
3. Wie viele Tage bleibt die Karte im Einsatz?
4. Liegen die geplanten Besuche innerhalb des Gültigkeitszeitraums?
5. Werden die inkludierten Angebote zu den verfügbaren Zeiten überhaupt besucht?
Für vier typische Reiseprofile ergibt sich eine brauchbare Orientierung:
| Reiseprofil | Einschätzung |
|---|---|
| Tagesbesucher mit einem oder zwei Museumsbesuchen | Das Standardticket für den Memento Park ist meist die einfachere Lösung. |
| Reisende mit mehreren Museen und regelmäßiger Nutzung des öffentlichen Verkehrs | Die Budapest Card kann sich als Bündel rechnen; der Memento Park ist dann ein zusätzlicher Vorteil. |
| Familien mit Schulkindern | Die Karte sollte nur gekauft werden, wenn neben dem Park weitere enthaltene Angebote genutzt werden. |
| Mehrtägige Budapest-Reise mit dichtem Kulturprogramm | Je mehr inkludierte Leistungen tatsächlich auf dem Plan stehen, desto eher kann die Karte ihren Preis rechtfertigen. |
Die Budapest Card ist damit kein Rabatttrick für einen einzigen Ausflug. Sie funktioniert als Bündelprodukt: Der Wert entsteht durch die Summe der genutzten Leistungen. Der Memento Park kann diese Summe verbessern, ist aber nicht automatisch der Hauptgrund für den Kauf.
Bei Familien kommt ein weiterer Punkt hinzu. Die regulären Eintrittskategorien des Parks sind bereits nach Alter gestaffelt. Für Kinder unter 6 Jahren ist der Eintritt frei, Kinder von 6 bis 13 Jahren erhalten einen eigenen Tarif. Eine Budapest Card sollte daher nicht pauschal für jedes Familienmitglied angeschafft werden, sondern anhand der übrigen geplanten Besuche und Verkehrskosten.
Handlungsempfehlung für den Ticketkauf
Vier Entscheidungen stehen am Anfang jedes Memento-Park-Besuchs: Preisstufe, Buchungskanal, Zusatzleistung und Budapest Card. Werden diese Punkte in der richtigen Reihenfolge geklärt, bleibt die Buchung übersichtlich.
Erstens: die Preisstufe festlegen. Die Gruppe wird nach Erwachsenen, Studenten und Kindern eingeteilt. Für den Studententarif gehört der gültige Nachweis ins Gepäck. Bei Kindern wird geprüft, welche Altersgrenze am Besuchstag gilt. Freier Eintritt bedeutet nicht, dass das Kind bei der Reservierung oder Gruppenzählung ignoriert werden kann.
Zweitens: den tatsächlichen Leistungsumfang bestimmen. Wer lediglich durch den Statuenpark gehen und die übrigen zugänglichen Bereiche sehen möchte, benötigt in der Regel ein Standardticket. Wer eine Führung, einen Audioguide oder einen Transfer wünscht, vergleicht ein Kombipaket mit dem Einzelkauf. Der wichtigste Preisvergleich lautet nicht „billig gegen teuer“, sondern „welche Leistung ist enthalten und welche Organisation nehme ich mir damit ab?“.
Drittens: den passenden Verkaufskanal wählen. Die Vor-Ort-Kasse ist der direkte Weg für einen flexiblen Besuch ohne Zusatzleistungen. Eine mobile Zahlungsoption kommt infrage, wenn der digitale Kauf auf dem eigenen Gerät problemlos durchgeführt werden kann. Drittanbieter-Plattformen sind besonders dann interessant, wenn Eintritt und weitere Bestandteile in einer Buchung zusammengefasst werden sollen.
Viertens: Öffnungszeiten und Anreise miteinander abgleichen. Im Sommer ist der Besuch bis 18:00 Uhr möglich, im Winter endet die Öffnungszeit bereits um 16:00 Uhr. Der Transfer oder die selbst organisierte Fahrt sollte so geplant werden, dass für die Außenbereiche und die Ausstellungsbaracke genügend Zeit bleibt. Wer mit dem Auto kommt, berücksichtigt den kostenfreien Parkplatz; wer ein Paket bucht, prüft Abfahrts- und Rückkehrbedingungen.
Fünftens: die Budapest Card erst am Ende berechnen. Der Memento Park kann den Wert der Karte erhöhen, rechtfertigt den Kauf aber nicht automatisch allein. Erst die Summe der ohnehin geplanten Museumsbesuche, Fahrten und weiteren inkludierten Angebote zeigt, ob das Bündel zur Reise passt.
Die Reihenfolge verhindert die häufigsten Fehlentscheidungen: eine Ermäßigung ohne passenden Nachweis, ein Kombiticket ohne tatsächlich benötigte Zusatzleistung oder eine Budapest Card, die nur für einen einzigen Besuch gekauft wird. Ebenso wichtig ist der Blick auf das Ticket selbst: Der Eintritt in die Anlage, der Audioguide, die Führung und der Transfer sind unterschiedliche Produkte.
Der Memento Park bleibt damit eine überschaubare Beschaffung, aber keine völlig beliebige. 42 Denkmäler, die Ausstellungsbaracke und die rekonstruierte Tribüne ergeben einen Besuch, dessen Wert stark davon abhängt, wie viel Kontext man mitnehmen möchte. Wer nur den Zugang braucht, kauft das Standardticket. Wer Anreise und Vermittlung in einem Schritt organisieren will, prüft ein Kombiangebot. Und wer die Budapest Card ohnehin für mehrere Budapester Ziele nutzt, nimmt den freien Eintritt in den Memento Park als sinnvollen Zusatz mit.
Praktische Hinweise
Währung: HUF
Verkehr: rechts
Notrufnummer: 112
Häufige Fragen
Welche Ticketkategorien gibt es im Memento Park?
Was ist im regulären Eintritt für den Memento Park enthalten?
Wann ist der Memento Park geöffnet?
Kann ich den Memento Park mit der Budapest Card kostenlos besuchen?
Gibt es kostenlose Parkplätze am Memento Park?
Foto: Ferran Cornellà / CC BY-SA 3.0 — Wikimedia Commons