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Microsoft und AMD vertiefen Partnerschaft: Fokus auf Helios-Plattform und KI-Beschleunigung

Nach einer Mitteilung von AMD erweitern AMD und Microsoft ihre langfristige Partnerschaft: Azure wird die AMD-Helios-Rackscale-Plattform mit 6th-Generation-EPYC-Venice-CPUs und AMD-Instinct-MI455X-GPUs einsetzen.

Microsoft und AMD vertiefen Partnerschaft: Fokus auf Helios-Plattform und KI-Beschleunigung

Parallel führt Microsoft zwei neue VM-Serien auf Basis der 6th-Gen-EPYC-Prozessoren ein und baut die Bereitstellung von Pensando-DPUs aus. Für IT-Verantwortliche verschiebt sich damit der Hardware-Maßstab in Azure nach oben – sowohl bei klassischem Compute als auch bei KI-Workloads.

Helios-Plattform und Komponentenmatrix

Helios bündelt laut AMD 6th-Generation-EPYC-Venice-CPUs mit Instinct-MI455X-Beschleunigern in einer Rackscale-Architektur. Venice ist der Codename für die nächste EPYC-Generation. Öffentlich bestätigte Spezifikationen zu Kernzahl, TDP, Speicherkanälen oder PCIe-Generation liegen zum Zeitpunkt der Meldung nicht vor. MI455X gehört zur aktuellen Instinct-Reihe und ist auf KI-Training und Inferenz ausgelegt.

BausteinModell laut AMDFunktion
CPUEPYC 6th Gen (Codename Venice)General Purpose Compute
GPUInstinct MI455XKI-Beschleuniger
DPUPensandoNetzwerk-/Storage-/Security-Offload
PlattformHelios Rackscaleintegrierte Rack-Lösung in Azure

Azure-Änderungen und Marktreaktion

Microsoft kündigt zusätzlich zwei neue VM-Serien auf EPYC-6th-Gen-Basis an. Welche vCPU-/RAM-Konfigurationen, Regionen oder Workload-Zielgruppen diese abdecken, nennt die Mitteilung nicht. heise online spricht in der Berichterstattung von „hochpreisigen KI-Beschleunigern" und einem „Deal in der Azure-Cloud", ohne Stückzahlen oder Liefertermine zu beziffern.

Der Ausbau der Pensando-DPUs ist der architektonisch relevante Punkt: Wenn Azure künftig stärker DPU-dominiert arbeitet, dann verlagern sich Netzwerk-, Storage- und Sicherheitsfunktionen von der Host-CPU auf die DPU. Bestehende Architekturkonzepte mit Offload-Pfaden benötigen weniger Refactoring; Konzepte ohne DPU-Pfad verlieren mittelfristig Effizienz. Die AMD-Aktie stieg am Tag der Bekanntmachung laut Traders Union um knapp 5 Prozent.

Offene Punkte und Handlungsempfehlungen

Nicht bestätigt sind zum jetzigen Zeitpunkt: Verfügbarkeitstermin der ersten Helios-basierten Azure-Instanzen, Spezifikationen der Venice-CPU, Pricing der neuen VM-Serien, Anzahl der Regionen mit initialer Bereitstellung.

  • VM-Portfolio prüfen: Wenn die neuen Venice-VMs verfügbar werden, dann TCO-Vergleich gegen aktuelle EPYC- und Intel-Serien rechnen.
  • KI-Kapazität evaluieren: Wenn MI455X als Alternative zu NVIDIA-H100 oder MI300X positioniert wird, dann Inferenz-Pipelines mit hohem Durchsatz auf MI455X-Instanzen prüfen.
  • DPU-Strategie mitdenken: Konzepte mit Offload-Pfad auf DPU benötigen weniger Refactoring als reine Host-CPU-Architekturen.
  • Roadmap überwachen: AMD wird technische Eckdaten zu Venice voraussichtlich im Hardware-Refresh-Zyklus nachreichen – Beschaffungsentscheidungen sollten an diesem Zeitpunkt ausgerichtet werden.